Freitag, 28. Dezember 2018

Das Museum stellt den Künstler aus

Hinweis zum Datenschutz: Auf diesen Seiten werden vom Betreiber des blogger-Portals Cookies gesetzt, Statistiken zu Zugriffszahlen u.a. erstellt. Sofern Sie über unsere Seite presseweller.de oder buch-juwel.de - für die uns vom Provider ebenfalls Statistiken zu Zugriffszahlen, Ländern u.a. zur Verfügung gestellt werden - auf diese Seite gekommen sind, haben wir dort auf den Datenschutz hingewiesen und darauf, dass Sie sich mit Anklicken dieser Seiten und anderer Blogs, Magazine usw. mit den Bedingungen einverstanden erklären. Da Sie unsere Webseiten ohne Anmeldung nutzen können, werden uns Ihr Name, Ihre Adresse, E-Mailadresse nicht bekannt. Von uns selbst werden Ihre Daten nicht verwendet und nicht weitergegeben. Wir versenden außerdem weder Werbebriefe noch Newsletter.  
---------------------------------------------




Beim Lesen findet man teils Merkwürdiges und oft englische Begriffe


Siegen. 28. Dezember 2018. Es ist neben allen teils aktuellen Meldungen und anderem dennoch immer wieder aufs Neue erstaunlich, was manchmal in Medien zu lesen und zu hören ist. Da tauchen teils unerklärte Fachbegriffe und Abkürzungen auf und immer wieder Ausdrücke in Englisch. Viele ältere Menschen verstehen sie nicht, weil früher in der Volksschule Englisch nicht gelehrt wurde und es viele auch im Beruf nicht brauchten. Vielleicht sollen die Worte auch eher vor allem junge Menschen erreichen. Oder sagt man die Youngster oder Kids? Unabhängig vom Englischunterricht lernt der Nachwuchs in unseren Schulen doch zuerst einmal Deutsch. Das ist unsere Muttersprache. Das Wort hegt direkt schon wieder Zweifel. Müsste man wegen der rechtlichen Gleichstellung von Frau und Mann nicht „Mutter-Vater-Sprache“ sagen und schreiben oder „Elternsprache“? Ganz aktuell lese und höre ich gerade (21./ 22. Dezember 2018), dass der alleinige Zugang für Jungen in einem „Knabenchor“ rechtlich angezweifelt wird. Sehr verwunderlich. Manches Mal erscheint es, als ob diese geschlechtergerechte Aufteilung und Sprache (Genderisierung oder Genderismus) irgendwie merkwürdige Züge annimmt. Vielleicht empfinden sie manche auch als „gerechter“ oder „richtiger“.

Natürlich ist es gut, von jungen Jahren an eine Zweit- oder auch noch eine Drittsprache zu lernen. Schließlich ist die Welt, bezogen auf Medien und Kommunikation, internationaler, weltumspannender geworden. Wirtschaft, die Unternehmen, kannten das ohnehin bereits so. Immerhin hat man dafür vor Jahren das Zauberwort „Globalisierung“ (global, erdumfassend) gefunden. Die Firmen produzieren eben nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, in China, Großbritannien und so vielen, vielen Ländern mehr und treiben weltweit Handel. Dabei ist das absolut nichts Neues. Das war bereits vor Jahrhunderten so.

Zu den folgenden Beispielen sei klargestellt, dass es so oder ähnlich immer wieder einmal vorkommt, aber die Zeitungs-, Videotext-, Radio- und Fernsehmacher dennoch meist die zweifellos alten journalistischen Regeln befolgen und die Erklärung oder Übersetzung mitliefern.

Merkwürdiges und Fremdes
Verwundert lese ich in einer Tageszeitung, hier mit ausgedachten Bezeichnungen, „Der Künstler Hans Mustermann wird im Neue-Zeit-Museum ausgestellt“. Da habe ich mir die Augen gerieben und gedacht, der Mann muss Ausdauer haben und darf nicht publikumsscheu sein. Klar, wir wissen, was gemeint ist: Die Werke des Künstlers. Die ungute Passivform in der Überschrift, die seit Jahren als „Headline“ bezeichnet wird, war außerdem völlig überflüssig: Das Neue-Zeit-Museum stellt Werke von Hans Mustermann aus“. Fertig.
In der Gemeindezeitung einer Kirche habe ich schon mehrmals englische Begriffe für Veranstaltungen gefunden. So war jetzt wieder ein Konzert mit „Songs of Hope“ in einer Kirche angekündigt. In Deutsch heißt das schön „Lieder der Hoffnung“. Wenn ich diese Dinge lese, denke ich mir, dass die Kirchen natürlich gern jüngere Menschen ansprechen wollen, um sie wieder näher zu Kirchlichem hinzuführen. Die meisten Mitglieder und Kirchgänger aber werden Ältere sein. Für einen Teil davon werden solche Bezeichnungen „böhmische Dörfer“ sein.
Selbst, wenn es in Mundart angekündigt worden wäre mit „Leerer dr Hoffnung“, hätte man es für Mundartfremde mit eben „Lieder der Hoffnung“ erklären müssen! Warum aber nicht einfach in klarem Deutsch?
Ebenfalls merkwürdig: Da steht im Videotext eines öffentlichen Senders an einem Mittwoch der Folgewoche kurz vor Mittag noch die Wettertafel vom vorigen Freitag.

Heiße Leitungen und fehlende Angaben
Häufig werden Abkürzungen gebraucht, bei denen die Moderatoren oder die Schreiber wohl davon ausgehen, dass sie von allen verstanden werden. Man muss sich das vorstellen: In der modernen Welt voller Computer und IT-Technologie (Informationstechnik) kommen stets neue Begriffe, meist in Englisch, obwohl wir sicher gute Worte in Deutsch dafür hätten. Wir sollen „backups“ (Datensicherung außerhalb des eigenen Rechners) machen oder den „support“ nutzen, also Hilfe und Unterstützung. Das geht zum Beispiel über „Hilfe-Seiten“ oder, wenn erforderlich, auch per Anruf. Die meisten Anbieter haben „Hotlines“ geschaltet, also „heiße Linien/ Leitungen“ oder „schnelle Verbindungen zum Anbieter oder dessen Telefondienst, Call-Center (etwa Ruf-Zentrum) genannt“. Es ist dann allerdings nicht immer so „heiß“ oder schnell, wenn man in einer Warteschlange hängt. Viele kennen das.
In einer lokalen Zeitung lese ich einen Bericht über eine soziale Einrichtung. Ich schreibe die Artikelbezeichnung hier als „Willkommenstag für jedermann“. Die Bezeichnung des Hauses steht dabei. In einer Stadt mit zig Stadtteilen wissen vielleicht die Bewohner dieses Viertels, wo diese Einrichtung ist. Und die anderen, die es nicht zufällig oder vom Hörensagen kennen? Alles gelesen. Nein, es gab keine Adresse, der Leser wird im Dunkeln gehalten. Das muss ich hier einmal als „einfach schlecht“ bezeichnen. Vielleicht hätte sich diese Begegnungsstätte über mehr Besucher freuen können. Dieses Beispiel ist insgesamt aber keine sehr besondere Ausnahme. Leider kommt es doch hin und wieder vor.

Klar und verständlich auch für Ältere
Fürs Breitenpublikum, das wohl alle Medien - außer Fachpublikationen -  gern ansprechen wollen, stehe ich auf dem Standpunkt: Alles verständlich in Deutsch oder zumindest direkt erklärt! Direkt heißt auch „unmittelbar“, also nicht zehn Sätze weiter. Die Altersgruppe von 40 bis über 65 Jahre hatte 2016 einen Bevölkerungsanteil von über 55 Prozent, allein die Gruppe der über 65-Jährigen über 21 Prozent. Die 15- bis 24-Jährigen Einwohner hatten einen Anteil von unter elf Prozent (Quelle: Internetseite destatis.de). Aber sollten Nachrichten und Berichte aller Art nicht möglichst viele Menschen lesen, sehen oder hören und vor allem verstehen können? 
Wer nur in Fachkreisen publiziert und dieses Publikum anspricht, wird die dort gängigen fachlichen Ausdrücke, nutzen. Das ist in Ordnung, weil die Adressaten das kennen.

Im Endeffekt geht es doch schließlich darum, dass die Leser-, Zuschauer- oder Zuhörerschaft klar und eindeutig versteht, was da geschrieben, gezeigt und gesagt wird! Es bedarf keiner Frage, dass das auch für Werbung und werbliche Botschaften wie PR (Public Relations/ Beiträge zur Förderung „öffentlicher Beziehungen“) Sinn macht.             (Mediebüro DialogPresseweller, Autor Jürgen Weller)

Hinweis: Unsere Beiträge sind sorgfältig zusammengestellt. Irrtum bleibt dennoch vorbehalten. Das gilt auch für – statistische – Zahlenangaben. Die Beispiele sind neutral. Es kommt uns lediglich darauf an zu zeigen, wie leicht wichtige Dinge im Redaktions- oder PR-Alltag übersehen werden oder nicht eindeutig beschrieben werden. Uns passiert das ebenfalls ab und an. Daher verstehen wir unsere Texte als Tipps für Schreiber.
Jürgen Weller schreibt intensiv seit rund 40 Jahren redaktionelle Texte, von zig-tausenden Meldungen über Magazintexte und PR-Beiträge bis zu großen Berichten verschiedener Thematik, teils in Zeitungen und überregional pro Jahr hundertfach in Online-Medien- und Themenportalen.

Mehr Informationen, Reiseberichte, Autotests, Magazine über www.presseweller.de

Mittwoch, 11. Juli 2018

„Dank der Niedrigzinspolitik“



Hinweis zum Datenschutz: Auf diesen Seiten werden vom Betreiber des blogger-Portals Cookies gesetzt, Statistiken u. a. erstellt. Sofern Sie über unsere Seite presseweller.de auf diese Seite gekommen sind, haben wir dort auf den Datenschutz hingewiesen und darauf, dass Sie sich mit Anklicken dieser Seiten und anderer Blogs, Magazine usw. mit den Bedingungen einverstanden erklären. Von uns selbst werden Ihre Daten nicht verwendet und nicht weitergegeben. 

-----------------------------------------------------------------------


Unguter Gebrauch von Wörtern/ Genetiv geht unter


Siegen. 11. Juli 2018 (DiaPrw). Sicher, oft überliest oder überhört es der Leser oder Zuhörer, wenn, in welchem Medium auch immer, keine richtigen Wendungen und Verknüpfungen gebraucht werden. In den Schreibbeiträgen hier werden auch keine seltenen Fälle aufgegriffen, sondern solche, auf die man nahezu täglich stößt. Das geht im Alltäglichen oft unter. Wer aufmerksam ist, bekommt es aber dennoch mit.
Eines dieser Wörter ist häufig „dank“, das wir hier als Beispiel nehmen. So ist zum Beispiel zu lesen, dass das angelegte Tagesgeld über sechs Monate hin „dank der Niedrigzinspolitik“ keinen Gewinn abgeworfen hat. Hier sieht man leicht, wie sich das richtig darstellen lässt, und zwar mit „wegen“ oder „aufgrund“ der Niedrigzinspolitik. „Dank“ wird positiv gebraucht. Das drückt das Wort bereits aus: „Dank intensiver Vorbereitung haben alle Schüler die Abschlussprüfung bestanden“.





Bei Schreiben und beim Reden flutschen gewisse Wendungen einfach durch. Das passiert einem selbst hin und wieder, ist aber auch in den Medien zu lesen und zu hören. Typisch ist zum Beispiel "sowohl als auch". Hierbei kommt häufig "wie" ins Spiel, also: "Sowohl Traktoren wie auch LKW sind mit Dieselmotoren ausgerüstet." Das ist falsch, wenn auch verständlich. Richtig muss es natürlich "Sowohl Traktoren als auch LKW ...". Einfacher ist hier ohnehin die Schreibweise mit "und": Traktoren und LKW sind mit ... ausgerüstet". 


    

Genitiv-Gebrauch geht zurück/ Rechtschreib-"Reform"
Wie täglich zu sehen und zu hören ist, geht der Gebrauch des zweiten Falles (Genetiv) immer weiter zurück. Immer häufiger wird statt zum Beispiel „des“ einfach der Dativ, der dritte Fall, eingesetzt, zum Beispiel mit „dem“ oder „vom/ von“. Je nach Wort bedingt der zweite Fall auch, ein „S“ anzuhängen. Das erspart man sich mit dem Dativ. Statt „wegen des Starkregens in Teilen Nordfrieslands“ ist dann zu hören oder zu lesen „wegen dem Starkregen in Teilen von Nordfriesland“. Das ist für manche noch gewöhnungsbedürftig, aber schließlich versteht es jeder. Sprache wandelt sich, und wenn sich ein anderer Gebrauch „einbürgert“ ist das in Ordnung. Von Martin Luther her ist der Spruch bekannt „Dem Volks aufs Maul schauen“.

So mag es auch kommen, dass die sogenannte „neue deutsche Rechtschreibung“, die nur wegen des Wörtchens „neue“ in vielen Teilen nicht besser oder logischer ist als die vorherige, längst nicht überall in ihrem gesamten Umfang angewendet wird. Trotz Nachbesserung gibt es einige Ungereimtheiten und Merkwürdigkeiten, gerade auch in der Getrennt- und Zusammenschreibung und anderem. Das "SZ", ß, konnte nicht ausgeschlossen werden. Schülerschaft sowie Anwender und Menschen, die Deutsch als Fremdsprache lernen, müssen unterscheiden, ob vorher ein kurzer Vokal (Nuss) oder ein langer (Maß) steht?!  Wozu überhaupt? Das "ß" ist Teil der deutschen Sprache. Einfacher - wie es bei der "Reform" wohl einmal angedacht war - wird es dadurch und durch viele andere solche Sachen nicht! Eine in manchen Teilen "Verschlimmbesserung" war nicht notwendig. Reform heißt vom Ursprung her "Erneuerung", und zwar im positiven Sinne. (jw)

Dem Autor, Jürgen Weller, ist seit über 50 Jahren die deutsche Rechtschreibung ein Anliegen. Neben eigenem Kursbesuch und passender Lektüre vermittelte er später Schülern, Schülerinnen sowie Berufsschülern die Rechtschreibung. Als Redakteur und Autor war und ist ihm die deutsche Rechtschreibung nach wie vor ein wichtiges Anliegen. Dabei gesteht er gern ein, dass auch in seinen Artikeln hin und wieder Fehler vorkommen. Die vielfältigen Berichte, von Auto bis Tourismus, finden Interessierte auf www.presseweller.de
(Am 6. August 2018 ergänzt)

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Zeitangabe im Text – Fehlanzeige!


Wann denn? Gestern, vorige Woche, heute Nacht?

Das passiert leider nicht selten bei Medien- und Firmennachrichten

20. Dezember 2017. Siegen (DiaPrw). Hat Sie das als Leserin oder Leser auch schon geärgert? Da lesen Sie einen Bericht im Internet, dem aber die Zeitangabe fehlt. Ergebnis: Sie können es zeitlich nicht einordnen. War das gestern oder voriges Jahr oder wie alt ist diese Meldung überhaupt?

Bei Internetrecherchen stößt man nicht selten auf fehlende Zeitangaben. Ist das aktuell oder nicht? Leider passiert das hier und da ebenfalls bei Artikeln von Lokalzeitungen im Web. Da wird teils gar kein Datum mehr angegeben. Selbst, wenn man Berichte des Lokalmediums aufruft, lässt sich nicht einschätzen, ob das nun heute, gestern oder gar vorige Woche war. Es wäre einfach, so wie es bei Meldungen im Journalismus gängig sein sollte: Das Datum steht direkt dabei. 
Die Abo-Printmedien wie Tageszeitungen drucken ohnehin häufig nicht ihre gesamten Meldungen ab und verweisen darauf, dass man ein – kostenpflichtiges – Online-Abo ordern kann, um die gesamte Zeitung im Internet lesen zu können. Das ist völlig legitim und in Ordnung. Schließlich müssen auch die Abonnenten der gedruckten Ausgabe jeden Monat für das Abo bezahlen. Und natürlich muss man auch das Einzelprodukt bezahlen, wenn man die Zeitung oder Zeitschrift am Kiosk kauft. Schließlich kostet die gesamte Herstellung der Zeitung Geld.
Das hat aber nichts damit zu tun, dass man auf Meldungen im Internet kein ursprüngliches Veröffentlichungsdatum mehr angibt.

Auch für Firmen-PR – Ab wann im Internet?
Insgesamt stößt man im Internet auf viele Seiten, bei denen man erst schauen muss, ob sie noch aktuell sind. Teils lässt es sich gar nicht einordnen. Hier und da kann man veraltete Meldungen zum Beispiel daran sehen, wenn sie einen „Zeitbruch“ haben. Da findet man zum Beispiel „… 2013 war die oder der Abgeordnete-r- im Parlament, … hat den Film gedreht …, … gab es die Grundschule in Beispielhausen ...“ usw. Und, was ist heute damit? Man findet nicht selten keine Antwort auf die aktuelle Situation. 
Diese Dinge sind nicht das Gelbe vom Ei. Journalisten und PR-Texter sollten es besser machen. Dabei ist es so einfach, ein Datum vor die Meldung zu stellen oder zumindest im Text zu erwähnen wie „seit Dezember 2017 findet das neue Produkt 'Schneeräum-Melder' rege Nachfrage". Abgesehen von Angabe der Örtlichkeiten und anderem ist das nur ein Aspekt fehlender, nicht transparenter oder fremdsprachlicher Darstellungen in Pressemeldungen – von Zeitungen/ Zeitschriften oder Unternehmen im Internet – aber nicht nur dort. Schade. (jw)


Samstag, 9. September 2017

Wo bleibt die genaue Örtlichkeit?



Ohne Angabe bleibt dem Leser die Örtlichkeit verschwommen. Leider. (Bild: presseweller)

Die Zuordnung fällt den Lesern oft genug schwer


Siegen. September 2017 (DiaPrw). „Neulich waren wir mal wieder in einem kleinen Ort in Sachsen, an dem wir vor 20 Jahren zum ersten Mal waren“. Wenn jemand so etwas erzählt, dann fragen die Bezählten sogleich „Welcher Ort war das denn?“ Und erfahren es sofort. Das ist hingegen bei Berichten in Zeitungen, teils auch in Fernsehen, Videotext und in wenigen Werbeanzeigen leider nicht immer so.

Über nur sehr klein abgedruckte Örtlichkeiten von Firmen in Werbeanzeigen oder nur Verweis auf die Internetseite haben wir bereits berichtet. Aber in den Printmedien gibt es das auch nicht selten in Berichten, und in Fernseh- oder Videotextbeiträgen erfährt man dann zum Beispiel "in Hamburg". In einer Stadt, die durch viele Eingemeindungen quasi per Gesetz vergrößert wurde, weiß nicht jeder, wo diese oder jene Einrichtung zu finden ist. Hamburg und andere haben schließlich zig "eingemeindete" Orte und Bezirke. 

Die Leser bleiben dabei manches Mal im Dunkeln. Gerade haben wir es wieder in einem Zeitungsbericht gesehen. Da wird berichtet, dass sich zwei Weiterbildungseinrichtungen zusammengefunden haben und nun alles in dem einen, nennen wir es „Kolleg“, abläuft. Wo bitte ist das? Am Standort des einen oder des anderen Kollegs? Für die Leser bleibt es unklar, weil der Hinweis auf die Örtlichkeit schlichtweg fehlt. Es ist kein Einzelfall, wir lesen, hören und sehen es öfter.

Nun mag bereits die eventuelle Presseinformation des Instituts - ohne Angabe der neuen Örtlichkeit - fehlerhaft gewesen sein, die von der Redaktion bearbeitet oder insgesamt übernommen wurde. Aber natürlich hätte die Redaktion das ergänzen oder, wenn dort ebenfalls nicht gewusst, nachfragen müssen: Der Standort dort in der „Kollegstraße 1“ im Ortsteil Muster wird geschlossen, ab 1. September gibt es das Lerninstitut für beide Disziplinen nur noch in der „Kollegstraße 10“ im Ortsteil Neumuster. Sofern es nicht in einem der eingemeindeten Orte ist, sondern in der Stadt ist, macht es sich gut, wenn gleich noch das entsprechende Wohngebiet erwähnt wird wie „Innenstadt“ oder „Salzberg“. Dann ist es endlich für den Leser klar! Sollte es so nicht sein, gerade auch im Hinblick auf die vielen neuen Online-Nachrichten-Angebote und Social-Media-Foren?

In Redaktionen werden sich die Zeiten hinsichtlich Zugang, Aufgaben und Arbeitsbelastung in den vergangenen Jahren geändert haben. Bei solchen Dingen aber spielt es keinerlei Rolle, ob man Abitur, Volantariat oder Studium hat oder "angelernt" ist, sondern darauf, dass man sich diese Grundformen des Journalismus von zum Beispiel „Wer, wann, wo und auch noch wie und warum“ angeeignet hat. Für Pressestellen von Unternehmen, Behörden und Institutionen ist das nicht anders. Die Leser sollten die wichtigsten Fakten erfahren und nicht rätseln müssen. (jw)

Samstag, 25. März 2017

Lieber "Gast": Geburtstagsgruß vom Hotel



Karte oder Brief machen sich immer gut für einen Gruß. (Bild: welliSi-made)


Für Unterkunftsbetriebe sind Grüße und Aktuelles ideal


Früher war es bei Hotels und anderen Urlaubs-Unterkunftsbetrieben oft gang und gäbe, dass die Gäste Grüße zu Weihnachten und häufig auch zum Geburtstag erhielten. Schöne Gelegenheiten, um sich als Feriendomizil wieder in Erinnerung zu rufen. Uns war es stets eine Freude, Ansichts-, Grußkarte oder Brief von unserem Urlaubshaus zu erhalten und damit gleich die schönen Ferientage noch einmal Revue passieren zu lassen. Natürlich schwingt bei solcher Aufmerksamkeit bei vielen Gästen gleich der Gedanke mit: „Da müssen wir unbedingt wieder einmal hinfahren!“

Damals war der Aufwand noch geringfügig höher als heute: Ansichtskarte des Ortes oder des Hauses plus Porto. Seit Jahren ist es viel einfacher. In den meisten Fällen kann man die Wünsche ohne viel Aufwand per E-Mail übermitteln. So viel Zeit sollte sein, weil jeder Gruß auch Basis-PR sind – gute PR, die allein ein bisschen Aufmerksamkeit und Empathie sowie wenig Zeit erfordern. Unabhängig davon ist es immer noch besonders schön, Postkarte oder Brief persönlich in Händen halten und lesen zu können!

Alles ist vor Ort gelistet

Das Adressieren ist kein Problem, weil aufgrund der für die Gemeinde erforderlichen Anmeldung im Betrieb die Daten vorhanden sind. Und wenn der Gast wollte, hat er auch seine Mailadresse hinterlassen. Im eigenen Rechensystem sind die Daten in der Regel ebenfalls erfasst, weil Rechnungen, Aufenthaltsdauer usw. auch für die Rechnung benötigt werden.
Wer es per E-Mail macht, kann ein schönes Foto oder eine Grußkarte einbinden und ein paar Zeilen, gerne mit persönlichen Hinweisen, schreiben und gleich mit aktuellen Hinweisen verbinden.

Zwei Beispiele: „Die besten Geburtstagswünsche aus Musterhausen. Alles Gute fürs neue Lebensjahr, liebe Frau Muster*. Ihnen und Familie einen schönen Tag!
Seit Ihrem Frühjahrsaufenthalt sind schon wieder einige Monate ins Land gegangen. Wir haben die Zeit genutzt, unsere Ferienwohnungen aufzuhübschen. Wenn Sie wieder einmal kommen, werden Sie überrascht sein. Ihre Gastgeber Hans und Inge Müller. Haus Seenreich – FeWos & Zimmer*.“

„Liebe Familie Muster, unser großes Christenfest kündigt sich an. Dazu wünschen wir Ihnen gerne Frohe Weihnachten, gemütliche Feiertage und ein gutes, gesundes neues Jahr! Ihre Gastgeber Jan und Birgit Schneider. Hotel Alpenglühen.
P. S. Hier hat es feste geschneit. Eine weiße Pracht. Inzwischen sind alle Loipen gespurt.“

Aktuelles mitteilen

Unabhängig von Feiertagen können Sie auf einer schönen Ansichtskarte oder einer Mail mit Foto auch Aktuelles mitteilen.

Zwei Beispiele: „Wir haben unseren früheren Saunabereich jetzt zu einer Wellnessoase mit Teebar, neu gestalteten Ruheräumen, Massage- und Kosmetikmöglichkeiten umgestaltet. Damit haben Sie zukünftig noch bessere Relaxmöglichkeiten in unserem Haus. Mit besten Grüßen und gerne auf ein Wiedersehen – ihre Gastgeber Hans und Inge Müller.

„Liebe Musters, in unserer Region gibt es ab 1. Mai eine neue Bonuskarte mit zahlreichen Vergünstigungen sowie Freifahrten auf den Bergbahnen und im öffentlichen Busverkehr der Region. Wir haben uns diesem Programm angeschlossen. Unsere Gäste erhalten die Karte kostenlos! Ihnen eine gute Zeit und viele Grüße von Ihren Gastgebern, Jan und Birgit Schneider.“

Glauben Sie nicht auch, dass sich Gäste freuen, solche Neuigkeiten aus „ihrem Urlaubsgebiet“ und Grüße von „ihren Gastgebern“ zu erhalten? (jw)

*Namen und Bezeichnungen sind zur besseren Darstellung frei erfunden! Ähnlichkeiten sind rein zufällig.


Kundennähe war und ist Autor Jürgen Weller stets wichtig. Er ist seit über 30 Jahren in der PR-Kommunikation für Tourismusregionen und -orte sowie Hotels, Resorts und andere Feriengastgeber beratend und ausführend tätig. Weller entwickelte und textete auch Gästezeitungen, Gastroführer und Gruppenplaner. Seine Reiseberichte und Aktionen sind in zig Medien erschienen. Schon immer war es ihm ein Anliegen, Anbieter aus „Gästesicht“ heraus und trendgemäß zu beraten. Die gute Kommunikation ist ihm ein Anliegen.   

Freitag, 17. März 2017

Schnelle Antwort zeigt Aufmerksamkeit

Kommt keine Antwort, gibt es Stirnrunzeln und schlechte Laune. (Bild: WelliSi-made)


Es bedarf nicht viel – Auch eine Zwischennachricht ist positiv


Ob potenzielle Kunden oder Bekannte: Sie geben sich Mühe damit, eine Nachricht zu schreiben, etwas mitzuteilen oder nach einem Produkt, einer Dienstleistung anzufragen. Und dann kommt über Tage und teils noch länger kein Feedback, also keine Antwort. Frustrierend!
Alle, die öfter kommunizieren, wissen, dass das keine Einzelfälle sind. Es passiert laufend. Warum? Argumente sind dann: „keine Zeit“, „gelesen, aber erst einmal zur weiteren Bearbeitung gegeben“. Teils werden Mails und Briefe sogar erst einmal zur Seite gelegt, um sie später zu beantworten. Leider kommt das im privaten wie im geschäftlichen Bereich so vor.
Generell aber: Wer zum Beispiel – per E-Mail – Mitteilungen wie Angebote, Anfragen oder anderes von Dritten erhält, mit denen er weder geschäftlich noch privat etwas zu tun hatte oder hat, muss gar nicht antworten. Häufig handelt es sich um SPAMs, schlimmer noch können sich bösartige Absichten damit verbinden: Computer-Viren, Trojaner, „Erpressungs“-Schadmails!

Hat niemand mehr Zeit?

Teilt man sich die Zeit gut ein, bleiben immer ein paar Minuten, um zu antworten – schnelllebige Zeit hin und her! Ob geschäftlich oder privat: Sofern es sich nicht um eine Antwort oder eine Mitteilung handelt, erwartet der Absender eine Reaktion. Wenn die nicht erfolgt, gilt das nicht gerade als guter Service oder Kundennähe. Gerade bei Preis- oder Angebotsanfragen an Firmen fragt man sich, ob kein Interesse an einem Auftrag besteht. Mit regional-örtlichen Handwerksfirmen haben wir diese Erfahrung nur selten gemacht. Obwohl sie meist nicht über verschiedene Ebenen mit speziellen MitarbeiterINNen „durchstrukturiert“ und ständig im Einsatz sind, wissen sie meist, wie Kundenfreundlichkeit funktioniert. Sie fragen zum Beispiel telefonisch nach, wenn es Klärungsbedarf gibt, und dann kommt das Angebot schnell ins Haus! Klasse, da können viel andere von lernen.

Eine einfache Erst- Antwort

In normaler Geschäfts- und Privatkorrespondenz, ist es so, dass dem Absender erst einmal damit gedient ist, dass er überhaupt eine Antwort erhält. Egal, ob per Brief, Telefon oder Mail. Er weiß dann zumindest schon einmal, dass sein Anliegen angekommen ist. Gerade bei E-Mails ist das nicht immer sicher. Die Mitteilung oder Anfrage könnte auch in einem SPAM-Ordner gelandet sein.

Sofern man nicht direkt auf das Anliegen eingehen kann, teilt man in der Geschäftskorrespondenz mit, dass man die Anfrage erhalten hat und sich umgehend darum kümmert. Aber nicht als Automatismus-Mail, sondern, in einer kurzen Mail, in der auf die Anfrage auch tatsächlich eingegangen wird. Innerhalb kurzer Zeit – nicht erst nach zwei Wochen – sollte dann auch die richtige Antwort vorliegen. So funktionieren kurzgefasst Service und Kundenfreundlichkeit in diesem Bereich! Sofern die Bearbeitung des Anliegens einige Tage dauert, schreibt man zum Beispiel: „Danke für Ihre heute eingegangene Anfrage. Wir kümmern uns gerne darum. Sie ist bereits zur weiteren Bearbeitung an den Sachbearbeiter gegangen. Oder: Wir benötigen ca. drei Tage, um das Angebot konkret zusammenzustellen. Oder: Innerhalb der nächsten drei (oder … konkrete Zahl) Tage erhalten Sie eine Stellungnahme/ Ihr spezielles Angebot.“ Wir reden hier nicht über so genannte „Service-Hotlines“ oder Service-Mailanfragen. Dort wünschen sich Anfragende erst einmal Soforthilfe!

Im Privatbereich kann man schreiben: „Danke für Deine/ Eure/ Ihre Mail. Bin zurzeit ziemlich im Stress, zum Beispiel wegen KiTa-Anmeldungen, Umräumen der Wohnung, wichtigen Terminen usw.. Melde mich aber morgen“ oder „am Freitagnachmittag“. Dann weiß der Absender wenigstens Bescheid. Das klingt alles nicht nur einfach, ist es auch! (jw)


Autor Jürgen Weller schreibt seit über 30 Jahren Geschäftsbriefe aller Art, schrieb professionell für Dritte Briefe und pflegt rege Mailkontakte, seit es großflächig diese Möglichkeit gibt.
Die möglichst schnelle Beantwortung von Anfragen oder allgemeinen Briefen ist ihm stets ein Anliegen. Je nach Art verbindet er damit Service, Aufmerksamkeit und Empathie. "Soviel Zeit muss sein", ist das Credo. 

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Weihnachtspost: Es muss nicht einheitlich online sein – Persönlicher ist immer noch ein indivueller Brief


An Weihnachtsmotiven mangelt es nicht. Man kann selbst gestalten, aber auch Karten und Motivvorlagen kaufen und nach Wunsch weiter beschriften. (Grafik: presseweller)



Dezember 2016. (DiaPrW). Längst nicht mehr alle Menschen versenden Weihnachtsgrüße, aber immerhin noch viele. Häufig wird die digitale Form gewählt und eine E-Mail versandt. Gerade bei geschäftlichen Kontakten ist diese Form durchaus praktisch, unter anderem auch deswegen, weil der Absender nur einmal einen Text formulieren muss und die – auch bebilderte – „Botschaft“ per Mausklick an viele versenden kann. In eine E-Mail kann aber ebenfalls eine persönliche Note einfließen. So mancher freut sich dennoch über Weihnachtswünsche in einem Brief oder auf einer Karte, und manche schreiben solche „guten Wünsche auf Papier“ gerne. Je nach Karten-Voreindruck ist es schön, wenn mehr darin steht als „… wünschen Ihnen, Dir oder Euch die Mustermanns“.

Nun gut, das digitale Zeitalter ist da. Wenn ich an früher denke, als noch kein PC im Büro war oder das E-Mail-Zeitalter noch nicht gekommen war, habe ich meist an die 100 Weihnachtsbriefe, zum großen Teil handschriftlich, geschrieben. Im Privatbereich fast immer mit anderen Texten, geschäftlich gleich oder mit kleinen Nuancen oder Anmerkungen an der Briefseite. Persönlicher. Eine Mischung aus E-Mail und Papierbrief, je nach Adressat, bevorzuge ich noch heute.

Ein paar Tipps


E-Mail: Wer nicht den selben Text an alle schreiben will, kann einen Basistext schreiben, der dann je nach Adressat mit einer kürzeren oder längeren Einleitung oder aber mit einem „Schlussakkord“ personalisiert werden kann. Das geht hin bis „ganz persönlich“. Relativ einfach geht das mit der "Weiterleiten-Funktion". So ist es auch mit dem schmuckvollen integrierten Bild. Nur mit wenigen Klicks lässt sich auch ein anderes Bild einfügen. Klar, man sollte vorher überlegen, welche Fotos oder Grafiken man verwenden will, damit man nicht lange in den Bildordnern suchen muss.

Brief: Weihnachtsbriefe und -karten drucken zu lassen, nutzen viele Firmen und Vielversender.   Ansonsten kauft man Briefpapier oder Karten mit weihnachtlichen Motiven. Bei Weihnachtsbriefpapier kann man die Texte mit dem PC schreiben oder sie, wie bei Weihnachtskarten, natürlich handschriftlich einfügen. Das ist zweifellos die persönlichste Form.
Besonders im Privatbereich lässt sich vieles gefühlvoll ausdrücken, so dass der Empfänger weiß, dass nicht nur Floskeln rüberkommen, sondern, dass man sich mit dem anderen „beschäftigt“ hat. Heute nennt man das Empathie. 
In allen Fällen soll ein Weihnachtsgruß signalisieren: „Der Absender hat an mich, an uns gedacht.“ Noch besser ist es, wenn die Empfänger sagen „Ja, das war wieder einmal ein richtig schöner Weihnachtsgruß!“ (jw)


Hinweis: Autor Jürgen Weller schreibt seit über 35 Jahren intensive Briefe, ob handschriftlich wie heute zum Teil noch zur Weihnacht und zu besonderen Anlässen wie Hochzeit und anderem, früher teils auch mit Schreibmaschine. Seit es E-Mail gibt, nutzt er auch diese Version. Dazu unterhielt er das Internet-Portal „gute-briefe.“.   

Mehr Hinweise zu "Schreiben" sind über diesen Blog aufrufbar sowie unter "Magazine, Videos, Blogs" bei http://www.presseweller.de.